Transformationsberatung

Veränderungsprozesse nachhaltig gestalten

 

59 Prozent der Veränderungs-Projekte scheitern oder verfehlen die gesetzten Ziele deutlich. Verantwortlich sind vor allem die weichen Faktoren(1). Unser besonderes Augenmerk gilt Elementen, die in der Praxis bei Veränderungsprozessen häufig zu kurz kommen und ein deutliches Risiko des Scheiterns bergen.

(1) Quelle: IBM – Making Change Work 2008

 
 
 
 

Ausgangslage

Als Verantwortlicher für Veränderungen bewegt Sie eine Reihe anspruchsvoller Fragen:

  • Die Unternehmenskultur kann Schmiermittel und Bremsklotz sein, je nachdem, wie sie gestrickt ist und wie sie berücksichtigt wird. Nur welches sind die relevanten Facetten und wie können diese angemessen bedacht werden?
  • Sollen Veränderungen greifen, müssen Betroffene gewöhnlich ihr Rollenverständnis und ihre Einstellungen anpassen. Was muss hier schon in der Initialphase bedacht werden?
  • Veränderungen potenzieren die Komplexität. Wie können Sie tatsächlich wesentliche Abhängigkeiten eruieren und ins Konzept aufnehmen, ohne den roten Faden aus dem Auge zu verlieren?
  • Unerwartete und erwartete mikropolitische Strömungen produzieren Widerstände, verzögern und/oder torpedieren Entscheidungen oder Aktionen. Wie erkennen Sie die wichtigsten Stakeholder, wie holen Sie diese ab und erlangen eine tragfähige Koaltion, die den geplanten Changeprozess politisch absichert?
  • Ihr Veränderungsprojekt bedient sich aus Ressourcen der Linie. Wie gewährleisten Sie, dass die richtigen Leute kommen und dass diese auch genügend Zeit für Ihr Projekt mitbringen?
  • Zu wenig und zu viel Information führen in Veränderungsprozessen zu unnötiger Irritation und vermeidbaren Reibungsverlusten. Wie schaffen Sie eine unterstützende Informationspolitik?
  • Was bei Veränderungen als Erfolg oder Misserfolg gewertet wird, ist eine Frage des "Blickwinkels". Insbesondere die weichen Faktoren sind schwer zu steuern und zu bewerten. Wie bekommen Sie einen klaren Auftrag? Wie etablieren Sie eine Erfolgskontrolle sowie ein nachhaltiges Monitoring, gerade auch für die weichen Faktoren?

Das Konzept

Unternehmenskultur analysieren und berücksichtigen

Für Menschen, die im Unternehmen sozialisiert wurden, ist die Unternehmenskultur ein blinder Fleck: sie ist für diese kaum wahrnehmbar. Aus dieser Schwierigkeit heraus unterbleibt häufig deren Analyse. Dabei prägt die Unternehmenskultur die Mindsets (Glaubenssätze, Werte, Haltungen, …) der Menschen in Bezug auf Ihr Unternehmen und stabilisiert so deren Verhalten.

Nur: Welche kulturellen Eigenheiten wirken als Schmiermittel, welche als Bremsklötze? Wo müssen neue Mindsets entwickelt werden, damit die Veränderung greifen kann? Gemeinsam mit Ihnen analysieren wir Ihre Unternehmenskultur und zeigen auf, wo sie im Veränderungsprozess berücksichtigt werden sollte.

Nachhaltigkeit sicherstellen

Das Monitoring der weichen Faktoren bleibt bei Transformationsprozessen gewöhnlich auf der Strecke. Denn klassische Controllingsysteme erfassen diese Dimension wenn überhaupt, dann nur unvollständig. Entsprechend besteht die Gefahr, dass der Nachsteuerungsbedarf falsch eingeschätzt wird und somit die Nachhaltigkeit gefährdet.

Wir richten mit Ihnen ein Change-Cockpit ein, das die wichtigen weichen Faktoren einbezieht und somit ein ganzheitliches Monitoring des Transformationsprozesses erlaubt. Besonders achten wir dabei auf erfolgskritische unternehmenskulturelle Ansatzpunkte und mikropolitische Kontextbedingungen (Macht- und Interessenskonstellationen, Widerstandsdynamiken, …).

Umsetzungsbegleitung

Die erfolgreiche Neuausrichtung eines Unternehmens kann weder allein von innen heraus bewältigt noch komplett von außen „verordnet“ werden. Daher haben wir beide Perspektiven im Blick: Wir aktivieren das in Ihrem Unternehmen vorhandene Know-How und ergänzen es mit externer Expertise.

Wir coachen Sie als vertraute Reflexions- und Sparringspartner in den anspruchsvollen und anstrengenden Führungsaufgaben, die sich in Veränderungsprozessen stellen - beispielsweise beim Umgang mit aktivem oder passivem Widerstand, bei der Aufrechterhaltung der sensiblen Balance zwischen Einsatz von Macht und Kooperationsangeboten oder bei der eigenen Positionierung in der Unsicherheit der Veränderung.

Als methodische Experten moderieren wir Workshops und beraten im Projektmanagement des Change-Prozesses. In unserer Kompetenz als Experten für psychologische und gruppendynamische Phänomene in Veränderungsprozessen sorgen wir dafür, dass Widerstände und Konflikte konstruktiv und lösungsorientiert bewältigt werden können.

Bewusst eingebaute Sollbruchstelle

Beratung ist Vertrauenssache. Vertrauen zum Berater gründet auf der erlebten Kompetenz, der gespürten Integrität, der „Chemie“. Trotz dieser Grundlage kann es passieren, dass sich im Laufe des Prozesses die Vorstellungen über das gemeinsame Vorgehen auseinander entwickeln und eine Zusammenarbeit nicht mehr sinnvoll erscheint. Ein Wechsel „auf See“ ist dann gewöhnlich schwierig. Deshalb sind an den Meilensteinen des Transformationsprozesses Sollbruchstellen eingebaut, an denen die Zusammenarbeit reflektiert und neu justiert oder beendet werden kann. Die Teilergebnisse an den Sollbruchstellen werden so gebündelt, dass sie für Sie weiter nutzbar sind, ohne dass ein ökonomischer Bindungszwang besteht.

Unsere Vorgehensweise

Unser Vorgehensmodell kann flexibel an die Erfordernisse Ihres Transformationsprozesses angepasst werden. Die folgende Abbildung veranschaulicht die essenziellen Aufgaben und die unterlegten Basisprozesse:

Ihr Nutzen auf einen Blick

  • Mit der Unternehmenskultur und des mikropolitischen Kontextes werden besonders erfolgskritische Rahmenbedingungen des Veränderungsprojektes berücksichtigt.
  • Die Beachtung der Balance zwischen Bewahrenswertem und Veränderungsnotwendigkeiten sorgt dafür, dass wichtige kulturelle und organisationale Stärken erhalten bleiben.Über das Change-Cockpit bleibt der Überblick über den Status der Veränderung erhalten und das Risiko einer Überforderung der Organisation wird reduziert.
  • Eine angemessene Beteiligung der Betroffenen und regelmäßige Reflexionsschleifen fördern die Entwicklung notwendiger Mindsets und minimieren unnötige Reibung.
  • Das fundierte Vorgehensmodell sowie die externe Begleitung schaffen Sicherheit in der Unsicherheit und gewährleisten eine nachhaltige, belastbare Veränderung.
  • Die weitgehende Eigensteuerung kombiniert mit ergänzender professioneller Beratung baut organisationsinternes Transformations-Know How auf.
Vergangenheit würdigen und abschließen – positive Aspekte der Zukunft entdecken und Gestaltungsmöglichkeiten nutzen,
Sicherheit schaffen in einer von Unsicherheit geprägten Situation,
Entlastung schaffen und Kompetenzen für die Zukunft aufbauen.

Besonderen Wert legen wir auf eine nachhaltige Entwicklung von Klarheit und Effizienz im Team. Passend zur Situation des Teams bieten wir daher ein Unterstützungspaket an, dass eine Begleitung in enger Verzahnung mit der Praxis ermöglicht. Ein Schwerpunkt bildet dabei Erarbeitung von Instrumenten, mit denen das Team die Qualität der Zusammenarbeit in der täglichen Praxis reflektieren und steuern kann.

Unser Konzept arbeitet parallel auf vier Ebenen, die für die Arbeit von Teams in Transformationsprozessen maßgeblich sind:
Zielorientierung: Anforderungen an die Zusammenarbeit im Team, Auftrag des Teams, Arbeitsprozesse
Zusammenarbeit: Rollen im Team, Kompetenzverteilung, Arbeitsabläufe, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen zwischen den Beiträgen der Teammitglieder
Ich + das Team: Ziele, Interessen und Werte sowie Stärken und Schwächen der einzelnen Teammitglieder und ihr Zusammenspiel vor dem Hintergrund des Teamauftrags, Führung, Kommunikation, Teamklima, eigene emotionale Reaktion auf die stattfindenden Veränderungen
Einbettung in die Organisation: Schnittstellen zu anderen Teams + Arbeitseinheiten, Kooperation mit internen Kunden und Lieferanten

Wir setzen Praktiker ein, die in verschiedenen Beratungsansätzen verortete sind und über ein breites Interventions- und Methodenspektrum verfügen: von handlungsorientierten Methoden und spielerischen Simulationen der existierenden Veränderungsdynamiken über Prozessmanagement-Kompetenzen bis hin zu systemischen Interventionen. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung besitzen sie die persönliche Stabilität, die es ihnen ermöglicht, mit gruppendynamisch anspruchsvollen Situationen professionell umzugehen.

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