Hoch zuverlässige Leistungen organisieren und Risiken minimieren durch kollektive Achtsamkeit

Wo Garantien auf Leistungen sichergestellt werden müssen, Arbeitsunfälle tödlich ausfallen können oder Cyberattacken verhindert werden sollen, ist eine hoch zuverlässige Organisation unabdingbar.

 

Ihr Nutzen auf einen Blick

  • Damit Ihre Organisation hoch zuverlässig Leistungen erbringt, ergänzen Sie technisch-organisatorische Maßnahmen um die Erhöhung der kollektiven Achtsamkeit.
  • Komplexe und risikobehaftete Arbeitsbereiche profitieren besonders: Unfallverhütung in der Schwerindustrie, reibungslose Fertigung in globalen Lieferketten, Qualitätssicherung in regressintensiven Branchen, Abstumpfungsgefahr durch hohe Regulierungsdichte, hohe Konventionalstrafen bei Nichtverfügbarkeit von Systemen etc.
  • Sie installieren Lernprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette und steigern nachhaltig die Lernfähigkeit Ihrer Organisation.
  • Der Ansatz ist forschungsbasiert und zeigt nachweisbar Wirkung.
  • Vorbild des Beratungsansatzes sind die sogenannten High Reliability Organizations (HRO), die in Hoch-Risiko-Umwelten konstant zuverlässige Leistungen erbringen. Klassische Vertreter für HRO sind Flugzeugträger, Atomkraftwerke, Flugsicherheit, Notfall-OP-Teams oder Einheiten zur Waldbrandbekämpfung.

 

Informationsmaterial

Unseren Artikel "Unerwartetes managen - regelbasierte Konzepte stoßen an Ihre Grenzen"  können Sie hier als PDF herunterladen.

 

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Ausgangslage

Die geläufigsten Instrumente zum Managen von Leistungen und Risiken in Organisationen sind Prozessdefinitionen, (Arbeitssicherheits-)Vorschriften und ausgefeilte technische Automatismen. Diese Instrumente sind notwendig und wichtig, führen jedoch zu folgenden Problemen: Man gibt die Verantwortung an ein System ab. Oder eine zunehmende Regulierungsdichte führt zur Abstumpfung und vermindert die Verantwortungsübernahme der Betroffenen. Zudem bilden sie Vergangenheitswissen ab und fokussieren ausschließlich auf erwartbare Risiken. Unerwarteten Risiken bleibt man weiterhin unvorbereitet ausgeliefert.

Fazit: Eine komplex-dynamische Arbeitswelt lässt sich nicht mit einem ausgefeilt-statischen Regelsystem einfangen.

Gut belegte Forschungsergebnisse zeigen, dass Hoch-Zuverlässigkeits-Organisationen sich durch ein erfolgreiches Management des Unerwarteten auszeichnen. Sie etablieren mit einer proaktiven Risikokultur zusätzliche Mechanismen, die die kollektive Achtsamkeit hochhalten. Sie verzeichnen statistisch weit weniger kritische Ereignisse, als in ihren Hoch-Risiko-Umwelten erwartbar wäre

Ziele

Wenn in komplexen Umfeldern garantierte Leistungen für Kunden sichergestellt, Arbeitsunfälle oder Cyberattacken minimiert werden sollen, müssen drei Kompetenzbereiche bewusst entwickelt und gefördert werden:

  • Kollektiv Antizipieren: Wie nehmen wir einzelne Abweichungen im Zusammenhang wahr und erkennen kritische Entwicklungen und Chancen frühzeitig?
  • Proaktiv Reagieren: Wie reagieren wir in unerwarteten und schwierigen Situationen, vermeiden menschliche Fehlleistungen und erhöhen unsere Leistungsfähigkeit?
  • Kooperatives Lernen: Wie lernen wir systematisch aus Erfolgen, Fehlern und kritischen Ereignissen, um uns kontinuierlich zu verbessern?
  • Nur durch eine enge methodische Verknüpfung der drei Kompetenzbereiche kann Verantwortung im Sinne des Ganzen und kollektive Achtsamkeit entstehen.

Das Konzept

Kernpunkte unseres Beratungsansatzes sind:

  • Kollektive Selbstbeobachtungs- und Lernfähigkeit fördern. HRO-Vorbilder als Referenzpunkt und Orientierung für die Selbstbeobachtung der gegenwärtigen Arbeitspraxis nutzen.
  • Gemeinsames Verständnis im Führungsteam: Welche Rolle hat Führung in einer proaktiven Risikokultur? Und wie muss Führung eine proaktive Risikokultur unterstützen?  Methoden und Achtsamkeitspraktiken hoch zuverlässiger Organisationen an die Bereiche, Abteilungen und Teams anpassen und fest verankern.
  • Praxisorientierter Lernprozess: Inhalte orientieren sich eng am Arbeitsalltag und den Anliegen der Beschäftigten; Angeleitete kleine Projektteams bearbeiten konkrete Themen.
  • Interne Multiplikatoren sorgfältig ausbilden und so die eigene Veränderungsfähigkeit weiterentwickeln, um Nachhaltigkeit zu sichern.
  • Schnittstellenübergreifendes Lernen etablieren - z. B. durch übergreifenden Erfahrungsaustausch und digitale Plattformen.

Unser Vorgehensmodell

Hochzuverlässigkeit in einem Unternehmen zu verankern, verlangt einen nachhaltigen Kulturwandel, angestoßen durch hierarchie- und bereichsübergreifende Lernprozesse. Strukturen, Prozesse und eingespielte Verhaltensmuster sind dafür gleichermaßen in den Blick zu nehmen. Das macht ein bewusstes Investieren in die Prozessqualität mit ausgewiesenen Reflexionsschleifen zum Nachjustieren sowie konkrete Handlungshilfen in Schlüsselsituationen erforderlich.

Wir stimmen unser Vorgehen maßgeschneidert auf Ihr Unternehmen und Ihr Anliegen ab. Zu Beginn des Beratungsprozesses ist eine ausführliche Analyse der gegenwärtigen Praxis erforderlich. Dazu bieten sich explorative Interviews mit ausgewählten Beschäftigten und teilnehmende Beobachtung bei Schlüsselpersonen an. Durch die Begleitung der Schlüsselpersonen in ihrem Arbeitsalltag wird die Diagnose mit ersten zielgerichteten Interventionen im Sinne eines „On-the-Job-Coachings“ kombiniert und so Vertrauen in den Prozess geschaffen.

Ausgehend von den diagnostizierten Kernthemen gestalten wir durch ausgewählte Workshop-Formate und praxiserprobte Methoden die Struktur für die Lernprozess der Beschäftigten. Führungskräfte und Mitarbeitenden arbeiten direkt an ihrer Alltagspraxis und integrieren schrittweise Praktiken und Verhaltensweisen hoch zuverlässiger Organisationen.

Hier ein beispielhafter Prozess:

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